Biostimulatoren – Natürliche Kollagenstimulation für straffere Haut

Biostimulatoren sind moderne, minimalinvasive Therapieverfahren der ästhetischen Medizin, die die körpereigene Regeneration der Haut gezielt aktivieren. Anders als klassische Hyaluronsäure-Filler, die primär Volumen auffüllen, stimulieren Biostimulatoren die Fibroblasten in der Dermis zur Neubildung von Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure.

Das Ziel ist keine künstliche Veränderung der Gesichtszüge, sondern eine nachhaltige strukturelle Verbesserung der Hautqualität – mit natürlich wirkender Straffung und langfristiger Festigung.


Abnehmende Kollagenproduktion im Alter – Ansatzpunkt für Biostimulatoren

Der Fibroblast – die Architektin der Dermis

Fibroblasten sind spezialisierte Bindegewebszellen in der mittleren Hautschicht (Dermis). Sie produzieren die wesentlichen Strukturbausteine unserer Haut:

  • Kollagen → sorgt für Festigkeit
  • Elastin → verleiht Elastizität
  • Hyaluronsäure → speichert Feuchtigkeit
  • Extrazelluläre Matrix → stabilisiert das Gewebe

Solange Fibroblasten aktiv sind, bleibt die Haut dicht, elastisch und spannkräftig.

Warum nimmt die Hautspannung mit dem Alter ab?

Der Alterungsprozess beginnt schleichend:

  • 20–30 Jahre: hohe Fibroblastenaktivität, stabile Kollagenproduktion
  • ab 30–35 Jahren: ca. 1 % Kollagenverlust pro Jahr
  • ab 40 Jahren: reduzierte Zellteilungsrate
  • ab 50 Jahren: deutlicher Abbau von Kollagen, Elastin und Hyaluron

Zusätzlich schädigen UV-Strahlung und oxidativer Stress bestehende Kollagenfasern.

Die Folge: Die Dermis wird dünner, verliert an Elastizität und Spannkraft – feine Fältchen, Elastizitätsverlust und Volumenminderung entstehen. Hier setzt die Biostimulation an.

Wie wirken Biostimulatoren?

Biostimulatoren reaktivieren ruhende Fibroblasten und setzen regenerative Prozesse in Gang:

  1. Aktivierung der Kollagensynthese (Typ I & III)
  2. Förderung der Elastinbildung
  3. Stimulation der körpereigenen Hyaluronproduktion
  4. Verbesserung der Mikrozirkulation

Die Haut wird strukturell verdichtet – nicht nur „aufgefüllt“, sondern biologisch regeneriert. Die Ergebnisse entwickeln sich über mehrere Wochen und wirken besonders natürlich.

Welche Biostimulatoren gibt es?

Zu den bewährten Verfahren in der modernen ästhetischen Medizin zählen:

PRP – Plättchenreiches Plasma (Eigenbluttherapie)

PRP nutzt hochkonzentrierte körpereigene Wachstumsfaktoren aus dem Blut, um Reparatur- und Regenerationsprozesse gezielt zu stimulieren. Die Behandlung eignet sich besonders zur Verbesserung der Hautqualität, bei feinen Falten sowie bei beginnender Hauterschlaffung.

Polynukleotide – Regenerative DNA-Therapie

Polynukleotide sind hochgereinigte, biotechnologisch gewonnene DNA-Fragmente, die intensiv die Zellregeneration fördern und entzündungsregulierend wirken.

Umgangssprachlich wird diese Therapie häufig als „Lachssperma-Behandlung“ bezeichnet, da die DNA ursprünglich aus Lachs gewonnen wird. Medizinisch korrekt handelt es sich jedoch um stark aufgereinigte Polynukleotid-Komplexe ohne zelluläre Bestandteile. Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung von Hautstruktur, Elastizität und Hydration.

Profhilo – Biostimulierende Hyaluronsäure

Profhilo® kombiniert hochreine Hyaluronsäure mit einer stimulierenden Wirkung auf Hautqualität und Feuchtigkeit. Es verbessert Elastizität und Spannkraft ohne klassisches Filler-Volumen.

Vorteile von Biostimulatoren

  • Verbesserung der Hautqualität und -dichte
  • Anregung der Kollagenneubildung (Neokollagenese)
  • Festigung von Bindegewebe und Hautstruktur
  • Verbesserte Textur, Glow und Elastizität
  • Natürlich wirkende Ergebnisse ohne „Filler-Look“
  • Geringe Ausfallzeit

Für wen sind Biostimulatoren geeignet?

Biostimulation eignet sich besonders für Patientinnen und Patienten, die:

  • eine natürliche Hautverjüngung wünschen
  • erste Anzeichen von Elastizitätsverlust behandeln möchten
  • keine Überkorrektur oder starkes Volumen wünschen
  • langfristig ihre Hautqualität verbessern möchten

In einem persönlichen Beratungsgespräch, im Hautzentrum Wien, wird individuell entschieden, welches Verfahren am besten zum Hautzustand und Behandlungsziel passt.