Botox gegen Schwitzen


Starker Achselschweiß – Hyperhidrose

In Österreich und Deutschland sind fast 4 Millionen Menschen betroffen: Starker Achselschweiß – auch Hyperhidrose genannt – ist ein ernstes körperliches und psychisches Problem. Während übermäßiges Schwitzen an Händen und Füßen weniger Therapieoptionen hat, gibt es für die Achseln erfolgversprechende Behandlungen.

Die Fakten im Überblick.

4 Mio.
Betroffene in Ö & D
80–90%
Schweißreduktion mit Botox
bis zu 6 Monate
Botox-Wirkungsdauer (Ø)

Ursachen für übermäßiges Schwitzen der Achseln

Starkes Schwitzen unter den Achseln kann vielerlei Gründe haben. Neben psychischen Ursachen wie Stress und Angst können Erkrankungen des Stoffwechsels oder der Schilddrüse verantwortlich sein. Auch Vererbung sowie Übergewicht spielen eine Rolle. Hormonstörungen – etwa in der Pubertät oder den Wechseljahren – können ebenfalls starkes Schwitzen hervorrufen.

Aber auch Reaktionen auf scharfes Essen oder der Konsum von Nikotin, Alkohol und Koffein können auslösend wirken. Eng anliegende Kleidung aus Kunstfasern sowie unzureichende Hygiene begünstigen starken Achselschweiß zusätzlich.

Therapien für starken Achselschweiß

Botox Injektion gegen Hyperhidrose Achsel
Botox-Behandlung: präzise Injektionen direkt in die Achselhaut

Botox gegen Hyperhidrose an Achseln

Botox ist eine bewährte und wissenschaftlich gut untersuchte Therapieform – sowohl für die Achseln als auch, seltener, für die Hände.

Botox blockiert die Nervenimpulse, die zur Schweißausschüttung führen und hemmt so gezielt die Schweißdrüsen. Bei der Behandlung wird es mit feinsten Stichen direkt in die Hautschicht injiziert, in der sich die Schweißdrüsen befinden. Zur Schmerzreduktion kann vorab eine Anästhesiecreme aufgetragen werden.

Das Mittel ist gut verträglich – bei richtiger Anwendung treten praktisch keine Nebenwirkungen auf.

Cremes & Deos mit Aluminiumsalzen

Aluminiumsalze wie Aluminiumchlorid (AC) dringen in die Schweißkanäle ein und verengen diese vorübergehend, wodurch die Schweißbildung gehemmt wird. Der Wirkstoff ist jedoch bei längerer Anwendung umstritten, da Aluminium als Schwermetall möglicherweise bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle spielen könnte.

Deodorants zur Geruchsreduktion

Deos ohne Aluminiumsalze verhindern die Schweißbildung nicht, reduzieren jedoch den typischen Schweißgeruch, indem sie die Hautflora verändern und geruchsbildende Bakterien hemmen. Auch das Rasieren der Achselhaare kann helfen.

Deodorant gegen Schweißgeruch
Deos helfen bei der Geruchsreduktion, bekämpfen aber nicht die Ursache

Axhidrox® – Creme mit anticholinergem Wirkstoff

Eine neue, rezeptpflichtige Creme zugelassen für schwere axilläre Hyperhidrose. Studien zeigen eine deutliche Verbesserung nach 12 Wochen. Der Wirkstoff Glycopyrronium hemmt lokal den Neurotransmitter Acetylcholin. Da Wirkstoffe über die Haut aufgenommen werden, sind Nebenwirkungen wie trockener Mund, Augenprobleme oder Kopfschmerzen möglich. Eine sorgfältige Aufklärung der Patienten ist daher essenziell.

Chirurgische Absaugung

Bei dieser Methode werden die Schweißdrüsen operativ entfernt. Die erzielte Schweißreduktion hält durchschnittlich 3–5 Jahre, bis sich die Drüsen teilweise wieder nachbilden können. Wie bei allen chirurgischen Eingriffen bestehen Risiken wie Wundinfektionen.

Diagnose der Hyperhidrose

In der Diagnostik der fokalen Hyperhidrose stehen zwei Testmethoden zur Verfügung: der Jod-Stärke-Test zur farblichen Darstellung der sezernierenden Achsel-Schweißdrüsen sowie die Gravimetrie, bei der die Schweißmenge nach Gewicht in einem definierten Zeitraum gemessen wird. Da die Symptome meist sehr eindeutig sind, kann auf diese Tests häufig verzichtet werden.

Weitere Informationen zu Faltenbehandlungen, medizinischen Anwendungen und Möglichkeiten mit Botox finden Sie auf unserer Botox-Übersichtsseite.

Einen Überblick über Kosten und Behandlungspreise finden Sie in unserer aktuellen Preisliste.