Hautzentrum Wien, Gruppenpraxis Dr. Sabine Schwarz & Partner GmbH

Dehnungsstreifen – kosmetisch störend, aber harmlos

31 Mrz

Dehnungsstreifen – kosmetisch störend, aber harmlos

Dehnungsstreifen entstehen häufig während einer Schwangerschaft an Bauch, Po, Hüfte oder Brust. Die sog. Schwangerschaftsstreifen treten bei fast 60% aller werdenden Mütter auf. Doch auch in der Pubertät oder bei starker Gewichtszunahme können die zunächst häufig rötlichen und mit der Zeit blasser werdenden Risse in der Unterhaut entstehen. Sichtbar sind sie unter anderem etwa an den Oberschenkeln, Oberarmen oder am Rücken.

Ursachen

Wird die Haut innerhalb kurzer Zeit stark gedehnt, kann das Bindegewebe in der Lederhaut reißen. Durch diese Risse zeigt sich das gut durchblutete Gewebe der Unterhaut. Frische Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen schimmern deshalb meist rötlich oder violett durch die Haut. Mit der Zeit verblassen die Streifen, da die gerissenen Stellen im Bindegewebe vernarben. Aus diesem Grund können besonders ausgeprägte Dehnungsstreifen sogar tastbar sein.

Das Fasergeflecht unseres Bindegewebes sorgt für die Festigkeit und für die Elastizität der Haut. Die Haut als unser größtes Organ kann sehr viel Dehnung und Belastung standhalten, aber jede Haut bzw. jedes Bindegewebe stößt irgendwann an Grenzen und die Bindegewebefasern reißen.

Bei Bodybuildern entstehen Dehnungsstreifen häufig dort, wo besonders schnell und viel Muskelmasse aufgebaut wird, etwa am Bizeps oder an der Brust. Bei rascher Gewichtszunahme oder wenn Teenager im wahrsten Sinne des Wortes im Eiltempo in die Höhe schießen, kann es ebenfalls zu Rissen im Bindegewebe kommen. Eine genetisch bedingte Schwäche des Bindegewebes begünstigt die Entstehung der Streifen.

Schwangerschaftsstreifen – der weibliche Körper im Wandel

Hormonelle Veränderungen führen in dieser einzigartigen Zeit zu einem veränderten Bindegewebe. Und auch dabei hat sich Mutter Natur etwas gedacht.
Weil die Bauchdecke sich dem heranwachsenden Baby anpassen muss, wird das Bindegewebe lockerer. Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme sorgen bei werdenden Müttern für eine zusätzliche Dehnung der Haut. Auch die weibliche Brust stellt sich jetzt ganz auf die baldige Geburt des Babys und auf das Stillen ein, dadurch wird sie schon während der Schwangerschaft deutlich größer. So kann es neben Schwangerschaftsstreifen an Bauch, Beinen oder Hüfte auch zu Dehnungsstreifen an der Brust kommen.

Eine schnelle Therapie ist bei Dehnungsstreifen wichtig

Ein Teil der Striae kann sich nach einer Schwangerschaft von alleine zurückbilden.  Am Körper jedoch (zB bei starkem Wachstum oder Gewichtszunahme) kommt es ohne Therapie beinahe nie zur Rückbildung.

Daher gilt: Wenn die Dehnungsstreifen bestehen bleiben, sollte die Therapie beginnen, solange die Dehnungsstreifen noch rötlich – also frisch – sind. Hier können Verbesserungen, sehr gute Ergebnisse bis hin zur 100%igen Rückbildung erreicht werden. Sind die Dehnungsstreifen bereits älter, also von weißlicher Farbe, sind sie mit einer Narbe zu vergleichen. Hier sind die Behandlungsergebnisse mit Ersterem nicht vergleichbar.

Behandlung von Dehnungsstreifen

Tief in die untere Hautschicht gehende Peelings oder Miniverletzungen durch Microneedling können Dehnungsstreifen lindern. Auch haben sich Laserbehandlungen bei den unschönen Rissen sehr bewährt. Denn ähnlich wie bei Aknenarben kann mit diesen Methoden durch eine gewollte „Verletzung“ der Haut die Neubildung von Kollagenfasern angeregt werden.

Zur Vorbeugung als auch Begleitung der Therapie von Dehnungsstreifen gibt es Salben und Öle. Sie pflegen die Haut und machen sie elastischer – gegen die Überdehnung des Bindegewebes können sie aber leider nur wenig ausrichten. Daher gilt: Sie helfen, aber nur beschränkt.

Was kann ich selbst tun?

Pflege

Wichtig ist die Pflege der Haut mit sanften Kosmetikprodukten. Unsere Arganöl Duschmilch und die Granatapfel Bodylotion sind frei von Paraffinen, Parabenen und Mikroplastik und pflegen die Haut optimal. Egal ob sie für die „Problemzonen“ reine, natürliche Öle oder Salben verwenden, sie fördern damit die Elastizität Ihrer Haut. Zwar können Dehnungsstreifen am Bauch oder an anderen Körperstellen nicht einfach weggecremt werden, denn auch die besten Cremen, Seren und Öle können die Unterhaut nicht erneuern. Gezielte Pflege kann aber dazu beitragen, die Haut geschmeidiger, elastischer und widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse zu machen und somit dem Entstehen neuer Streifen vorbeugen.

Vitamine

Die Fasern unseres Bindegewebes brauchen genau wie unsere Haut Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, um sich ständig zu regenerieren und zu erneuern. Hier sind neben einer gesunden Ernährung die zusätzliche Einnahme von Zink, Kieselerde und Selen sowie die Vitamine B, C und D von großer Bedeutung. Ein neuer Trend sind Pulvermischungen aus Collagen und Hyaluronsäure. In der Pflegelinie von Dr. Sabine Schwarz bieten wir ein besonderes Collagen Hyaluron Pulver an. Der Inhaltsstoff Verisol® ist ein sehr wertvoller und regenerativer Komplex von Collagenhydrolisat, der die körpereigene Collagenneubildung anregt und die Hautfestigkeit deutlich verbessert. Die Wirksamkeit ist studienmassig belegt und es darf auch in der Schwangerschaft verwendet werden, idealerweise im Rahmen einer 3-Monats-Kur.

Hilfreiche Tipps

Ein stützender Sport-BH kann ebenso wie leicht unterstützende Unterwäsche helfen, Dehnungsstreifen vorzubeugen. Weiters sollten Sie ausreichend ungesüßte Getränke trinken (Wasser oder Tee), außerdem stärken Bewegung und Sport die Muskulatur und kurbeln die Durchblutung an. So wird die Haut besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und Stoffwechselprodukte werden rascher abtransportiert.

Zusammenfassung

Man kann ein genetisch bedingtes schwaches Bindegewebe nicht heilen, aber man kann vorsorgen. Und was noch wichtiger ist: Mit den Methoden, die uns heute zur Verfügung stehen, gelingt es – gerade dann, wenn die Risse noch rötlich – also frisch – sind, – die kosmetisch unschönen Risse deutlich zu reduzieren oder sogar zu entfernen.

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