Biologica – moderne Immuntherapie
bei Psoriasis & Neurodermitis
Neue Hoffnung bei Psoriasis, Neurodermitis und vielen chronischen Entzündungserkrankungen

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren viele schwere Autoimmunerkrankungen kaum kontrollierbar. Patienten mit schwerer Schuppenflechte, Neurodermitis oder chronischen Entzündungen mussten oft mit starken Nebenwirkungen leben – oder damit, dass Therapien schlicht nicht ausreichend wirkten.
Dann kam eine neue Generation von Medikamenten: die sogenannten Biologica.
Viele Experten sprechen heute von einer der größten medizinischen Revolutionen der letzten Jahrzehnte – manche sogar von der bedeutendsten Entwicklung seit der Einführung von Antibiotika und Cortison.
Was sind Biologica überhaupt?
Biologica sind hochmoderne, biotechnologisch hergestellte Medikamente. Anders als klassische Tabletten oder Salben wirken sie nicht „breit“ im ganzen Körper, sondern greifen sehr gezielt in fehlgeleitete Prozesse des Immunsystems ein.
Während ältere Medikamente das Immunsystem oft allgemein unterdrückten, blockieren Biologica ganz bestimmte Botenstoffe oder Immunzellen, die für die Erkrankung verantwortlich sind. Genau darin liegt ihre große Stärke.
Revolution der Forschung – viele neue Biologica-Wirkstoffe

Noch vor etwa 20 bis 25 Jahren standen nur wenige dieser Medikamente zur Verfügung. Heute kommen fast monatlich neue Wirkstoffe, neue Kombinationen oder neue Einsatzgebiete hinzu.
Biologica werden mittlerweile unter anderem eingesetzt bei:
- Schuppenflechte (Psoriasis)
- Neurodermitis
- Chronischen Darmentzündungen
- Rheuma & Morbus Bechterew
- Asthma
- Bestimmten Formen von Haarausfall
- Chronischer Nesselsucht
- Seltenen Autoimmunerkrankungen
- Moderner Krebstherapie (Immunonkologie)
Gerade in der Onkologie haben sogenannte Immuntherapien gezeigt, dass das Immunsystem nicht nur gebremst, sondern auch gezielt „aktiviert“ werden kann, um Tumorzellen besser zu bekämpfen. Nicht selten ergänzen oder ersetzen Biologica bei verschiedenen Krebserkrankungen eine Chemotherapie.
Wie kann ein Medikament so gezielt wirken?
Die Antwort liegt in der modernen Immunforschung. Wissenschaftler haben in den letzten Jahrzehnten immer besser verstanden, welche Signalstoffe Entzündungen antreiben. Manche dieser Stoffe wirken wie ein dauerhaft gedrücktes Gaspedal des Immunsystems.
Biologica in der Dermatologie: Eine Revolution

Gerade in der Dermatologie haben Biologica die Therapiemöglichkeiten – und somit die Lebensqualität von Betroffenen – besonders stark verbessert.
Noch vor wenigen Jahren litten viele Patienten mit schwerer Psoriasis oder Neurodermitis trotz verschiedener Therapien jahrelang unter Juckreiz, entzündeter Haut, Schlafproblemen und enormem psychischen Stress.
Gerade bei Schuppenflechte sprechen moderne Biologica oft innerhalb weniger Wochen an. Die Verbesserungsrate liegt meist bei ca. 90 Prozent. Aber auch bei schwerer Neurodermitis konnten die Ergebnisse in den letzten Jahren deutlich verbessert werden. Neue Medikamente zielen inzwischen noch präziser auf einzelne Entzündungswege ab – das bedeutet mehr Treffsicherheit mit weniger Nebenwirkungen.
Gibt es Nebenwirkungen?
Kein wirksames Medikament ist völlig frei von möglichen Nebenwirkungen. Dennoch gelten moderne Biologica insgesamt als erstaunlich gut verträglich – insbesondere verglichen mit vielen älteren systemischen Therapien.
Zu den häufigeren Nebenwirkungen zählen:
- Leichte Infekte der oberen Atemwege
- Reaktionen an der Injektionsstelle (z. B. leichte Rötung)
- Müdigkeit oder Kopfschmerzen (meist nur kurze Zeit)
- Selten Hautreaktionen
Schwere Nebenwirkungen sind insgesamt vergleichsweise selten, weshalb diese Therapien heute unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle oft über viele Jahre eingesetzt werden können. Vor Beginn erfolgen meist Blutuntersuchungen sowie bestimmte Vorsorgeuntersuchungen, um Risiken möglichst gering zu halten.
Warum erhalten nicht alle Patienten sofort Biologica?
Ein wichtiger Punkt ist der hohe Kostenfaktor. Biologica gehören zu den teuersten Medikamentengruppen der modernen Medizin. Je nach Präparat können die Therapiekosten mehrere tausend Euro pro Monat betragen.
Deshalb gibt es klare medizinische Kriterien und Vorgaben der Krankenkassen: Biologica werden meist dann eingesetzt, wenn andere Therapien nicht ausreichend geholfen haben oder nicht vertragen wurden. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die enormen Behandlungserfolge langfristig Krankenhausaufenthalte, Krankenstände und Folgeerkrankungen reduzieren können.
Biologica-Therapie im Hautzentrum Wien: Unsere Biologica-Sprechstunde
Viele Patienten werden bei leichteren Formen von Neurodermitis oder Schuppenflechte zunächst über längere Zeit mit den üblichen Lokaltherapien, UV-Bestrahlungen oder systemischen Therapien behandelt. Ist das Behandlungsergebnis jedoch nicht ausreichend oder besteht eine schwere Verlaufsform der Erkrankung, überweisen wir an unsere Biologica-Sprechstunde.
Wir empfehlen für das Erstgespräch einen Privattermin zu buchen, um ausführlich Zeit zu haben für unser Therapiekonzept und Ihre Fragen. Weitere Verlaufskontrollen sind dann jederzeit über die Krankenkassen möglich.
Bei diesem Erstgespräch werden unter anderem folgende Fragen geklärt:
- Wie schwer ist die Erkrankung und der Krankheitsverlauf bisher?
- Welche Therapien wurden bereits versucht?
- Wie stark ist Ihre persönliche psychische und physische Belastung?
- Gibt es Begleiterkrankungen?
- Welches Biologica passt individuell am besten?
- Welche Kontrolluntersuchungen sind notwendig?
- Welche möglichen Nebenwirkungen gibt es und wie schnell wirkt das Biologica?
Sie erhalten danach eine Zuweisung zu einer speziellen Blutabnahme und ein Rezept für Ihr „maßgeschneidertes“ Biologica. Die Bewilligung über den Chefarzt erfolgt direkt über unsere Ordination. Die erste Verabreichung wird Ihnen von unseren Ärzten in der Ordination gezeigt – viele Biologica werden als Fertigpen oder Fertigspritze verabreicht, oft nur alle zwei bis acht Wochen. Fast alle Patienten können die Anwendung nach Einschulung selbst zuhause weiter durchführen.
Fazit: Die Zukunft hat gerade erst begonnen
Die Forschung rund um Biologica entwickelt sich derzeit schneller als fast jeder andere Bereich der Medizin. Immer gezieltere Wirkstoffe, individualisierte Therapien und neue Einsatzgebiete lassen erwarten, dass sich die Behandlung vieler chronischer Erkrankungen in den nächsten Jahren nochmals massiv verändern wird.
