Biologische Regeneration mit körpereigenen Wachstumsfaktoren
Die Eigenbluttherapie mit plättchenreichem Plasma (PRP) ist ein Verfahren der regenerativen Medizin, das im Hautzentrum Wien zur Verbesserung der Hautstruktur und als unterstützende Behandlung bei Haarausfall eingesetzt wird.
Umgangssprachlich wird die Behandlung teilweise als „Vampirlifting“ bezeichnet. Fachlich korrekt handelt es sich um die Injektion von aufbereitetem, thrombozytenreichem Plasma aus dem eigenen Blut. Dabei werden ausschließlich körpereigene Bestandteile verwendet.
Kurz erklärt:
Bei der Eigenbluttherapie (PRP) wird eine kleine Menge Blut entnommen, aufbereitet und das plättchenreiche Plasma anschließend in Haut oder Kopfhaut injiziert.
Die enthaltenen Wachstumsfaktoren unterstützen natürliche Regenerationsprozesse.
Gewinnung und Anwendung von PRP

Nach einer Blutentnahme wird das Blut in einem geschlossenen, standardisierten Verfahren zentrifugiert. Dabei werden die festen Blutbestandteile vom Plasma getrennt. Das resultierende PRP enthält eine erhöhte Konzentration an Thrombozyten und biologisch aktiven Wachstumsfaktoren.
Anschließend wird das Plasma mit feinen Injektionen in die zu behandelnden Areale eingebracht. Die Behandlung erfolgt ambulant und dauert in der Regel etwa 30 bis 45 Minuten.
Wirkung der Eigenbluttherapie
PRP entfaltet seine Wirkung über die Aktivierung physiologischer Reparatur- und Regenerationsprozesse. Im Mittelpunkt steht die Stimulation der Fibroblasten in der Dermis. Diese sind für die Synthese von Kollagen, Elastin und extrazellulärer Matrix verantwortlich.
Durch die lokale Freisetzung von Wachstumsfaktoren wird die Kollagenneubildung angeregt, die Gewebedurchblutung verbessert und über mehrere Wochen eine strukturelle Verbesserung der Dermis erreicht. Die Haut gewinnt schrittweise an Festigkeit und Elastizität.
Im Unterschied zu klassischen Fillern steht bei PRP nicht der unmittelbare Volumeneffekt im Vordergrund, sondern die biologische Geweberegeneration.
PRP ist Teil unseres biostimulativen Therapiekonzeptes. Einen Überblick über weitere biostimulierende Verfahren finden Sie auf unserer Seite Biostimulatoren.
Anwendungsbereiche in der ästhetischen Dermatologie
In der ästhetischen Dermatologie setzen wir PRP bei beginnender Hauterschlaffung, zur Verbesserung der Hautstruktur sowie bei feinen Falten im Gesicht, am Hals und im Dekolleté ein. Auch bei lichtgeschädigter Haut kann eine regenerative Therapie sinnvoll sein.
Bei entsprechender Indikation kann PRP mit anderen Verfahren kombiniert werden, beispielsweise mit Hyaluronsäure. Während diese einen unmittelbar sichtbaren Volumeneffekt erzielt, unterstützt PRP die längerfristige strukturelle Regeneration der Haut.
PRP bei Haarausfall (Eigenbluttherapie)
Im Bereich der Trichologie wird PRP vor allem bei androgenetischer Alopezie eingesetzt.
Die Injektion erfolgt direkt in die Kopfhaut.
Die enthaltenen Wachstumsfaktoren wirken im Bereich der Haarwurzel, insbesondere auf die dermalen Papillazellen.
Ziel ist eine Stabilisierung des Haarzyklus, eine Verlängerung der Wachstumsphase sowie eine Verbesserung der lokalen Durchblutungssituation.
Da Haarausfall unterschiedliche Ursachen haben kann, erfolgt vor jeder Therapie eine differenzierte dermatologische Abklärung.
PRP ist dabei häufig Bestandteil eines individuell abgestimmten Behandlungskonzeptes.
Vorteile der PRP-Therapie
- Verwendung ausschließlich körpereigener Substanzen
- Sehr gute Verträglichkeit
- Geringe Ausfallzeit
- Biologisch basierter Regenerationseffekt
- In zahlreichen Studien untersuchtes Verfahren der regenerativen Medizin
Mögliche Reaktionen nach der Behandlung
Vorübergehende Rötungen, leichte Schwellungen oder kleine Hämatome im Injektionsbereich können auftreten. Diese klingen in der Regel innerhalb weniger Tage wieder ab.
Eigenbluttherapie (PRP) – Erklärung der Behandlung
Behandlungsintervall
In der Regel empfehlen wir zwei bis drei Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen. Die Notwendigkeit von Auffrischungsbehandlungen richtet sich nach Hautzustand, Befund und individuellem Therapieziel.
Individuelle Voraussetzungen
Ob PRP im individuellen Fall sinnvoll ist, hängt von Befund, Erwartungshaltung und eventuellen Begleiterkrankungen ab. Bei bestimmten Konstellationen – etwa akuten Infektionen im Behandlungsareal oder relevanten Gerinnungsstörungen – ist eine Therapie nicht oder nur eingeschränkt möglich.
Im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs klären wir, ob PRP für Sie geeignet ist und ob eine Kombination mit anderen Verfahren sinnvoll erscheint.
Für wen ist PRP besonders geeignet
PRP eignet sich für PatientInnen, die eine natürliche, biologisch basierte Geweberegeneration wünschen – sowohl zur Verbesserung der Hautstruktur als auch als ergänzende Maßnahme bei frühem Haarausfall.
Ein realistisches Therapieziel und ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept stehen im Hautzentrum Wien dabei im Vordergrund.
Kosten der Eigenbluttherapie (PRP)
Die Kosten der PRP-Behandlung können je nach Behandlungsbereich und individuellem Therapieplan variieren.
Eine Übersicht über unsere aktuellen Preise finden Sie in unserer
Preisliste.
