Hautzentrum Wien, Gruppenpraxis Dr. Sabine Schwarz & Partner GmbH

Zähneknirschen – jeder Fünfte ist betroffen

04 Mai

Zähneknirschen – jeder Fünfte ist betroffen

Vom Zähneknirschen – medizinisch Bruxismus genannt- ist jeder Fünfte betroffen. Und es handelt sich nicht allein um eine unangenehme Geräuschbelästigung, denn die Folgen für unsere Zähne und für unseren Körper sind weitreichend, ebenso wie die Ursachen und mögliche Behandlungen.

Was ist Bruxismus und was sind die Ursachen?

Das Knirschen findet häufig unbewusst nachts im Schlaf statt, aber auch bewusst wahrnehmbar tagsüber. Betroffen sind etwa 14 bis 18 Prozent der Kinder, fünf bis sechs Prozent der Erwachsenen, aber nur noch drei Prozent der über 60-Jährigen.

Die Ursachen sind noch nicht endgültig geklärt.  Aktuelle Studien zeigen, dass die nächtliche Kaumuskelaktivität von unserem Gehirn (in der Region des Hirnstamms) ausgehen könnte. Außerdem nimmt man an, dass diese Aktivität wahrscheinlich auch zur Sicherung geöffneter Atemwege dient. Denn Bruxismus kommt deutlich häufiger bei Patienten mit schlafbedingten Atmungsstörungen wie zB Schnarchen vor. Aber auch Rauchen, Koffein, übermäßiger Alkoholkonsum, Angststörungen, Stress und bestimmte Medikamente sind weitere Risikofaktoren.

Welche Folgen hat Bruxismus?

Als Folge von stark ausgeprägtem Bruxismus können Defekte an den Zähnen sowie eine Kieferfehlstellung entstehen – aber auch die Überbelastung des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur können erhebliche Folgen haben. Chronische Schmerzen im Kopfbereich, Nacken und Schulterbereich sowie Tinnitus können auftreten. Viele Patienten klagen auch über eine Veränderung Ihres Gesichtsphysionomie – die untere Gesichtspartie wirkt voller und breiter durch die Größenzunahme des Kaumuskels (musculus masseter).  Auch kann eine untere Gesichtshälfte deutlich betonter sein als die andere. Der Gesichtsaufbau wirkt so unregelmäßig oder „schief“.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Oft durch den Zahnarzt bei einer Zahnuntersuchung. Bei dauerhaften Kiefergelenksproblemen ist eine genaue Analyse des gesamten Kauapparates – vor allem seiner Bewegungen – sinnvoll. Zur Erfassung der Bewegungsmuster wird eine sogenannte Axiographie durchgeführt. Damit können die Kaubewegungen und somit mögliche Folgen exakt vermessen werden.

Welche Behandlungen gibt es bei Bruxismus?

Prinzipiell sollte möglichst versucht werden, die Ursache zu beseitigen. Allerdings gelingt dies nur in wenigen Fällen. Daher werden in den meisten Fällen lediglich die Symptome und Beschwerden behandelt. Folgende Methoden kommen zur Anwendung:

Knirscherschienen, die vom Zahnarzt angepasst werden. Damit kann mitunter ein sehr guter Effekt erzielt werden, die Wirkung hält jedoch nur während der Anwendungszeit an und das eigentliche Problem – das Aufeinanderpressen der Zähne – beseitigt die Schiene nicht.

Biofeedbackverfahren können mit einer Sonde am Kaumuskel die Muskelspannung messen und über bestimmte Töne an die Patientin/den Patienten zurückmelden. Dadurch soll man sich seiner Anspannung so weit bewusst werden, dass man sie selbst unterbrechen kann.

Medikamente zur Muskelentspannung zeigen mitunter positive Effekte, werden jedoch aufgrund möglicher Nebenwirkungen meist nur kurzzeitig empfohlen.

Botoxbehandlungen zur Entspannung der Kiefermuskulatur und eventuell auch der Nackenmuskulatur.

Wie helfen Behandlungen mit Botox bei Bruxismus und wie laufen sie ab?

Das Botulinumtoxin wird mit feinsten Nadeln – beinahe schmerzfrei – direkt in die Kaumuskeln eingespritzt. Nach rund 7 bis 10 Tagen ist die Muskelaktivität bereits spürbar reduziert. Das bedeutet, dass die Funktion der Kaumuskulatur nicht eingeschränkt ist – die übermäßige Muskelanspannung und der Druck auf die Zähne jedoch verringert. Sollten auch Spannungsschmerzen im Nacken oder Kopfschmerzen aufgetreten sein, kann man diese parallel behandeln und auch hier eine deutliche Verbesserung erreichen.

Die Wirkung hält durchschnittlich 4 bis 6 Monate an. Das Zähneknirschen ist danach deutlich reduziert oder komplett verschwunden. Der Verschmälerungseffekt an den seitlichen Kieferzonen des Gesichtes ist durch Abbau des antrainierten Kiefermuskels nach ca. 6 Monaten gut zu sehen.

Im Hautzentrum Wien bieten wir die Behandlung mit Botox bei Zähneknirschen und den damit verbundenen Folgebeschwerden seit Jahren mit guten Erfolgen an.

Kosten: € 400 (bei zusätzlichen Spannungsschmerzen im Nacken oder Kopfschmerzen max. €700)

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