Pigmentflecke – Vorsorge und Entfernung

28 Nov

Pigmentflecke – Vorsorge und Entfernung

Kosmetisch störende Pigmentflecke treten mit zunehmenden Lebensjahren vermehrt auf – sie werden daher oft auch als „Altersflecke“ bezeichnet. Sie sind zwar medizinisch ungefährlich – oft aber für die Betroffenen sehr belastend. Wie kann ich vorsorgen und welche Möglichkeiten zur Entfernung gibt es? 

Was sind Pigmentflecke?

Pigmentflecke haben viele Namen und Erscheinungsformen, die Ausbildung jedoch ist bei allen gleich. Sie werden auch als Hyperpigmentierung, Altersflecke, Lentigines seniles, Sommersprossen, Melasma oder Chloasma bezeichnet.

Bei Melanin handelt es sich um das Pigment, das für die Bräunung der Haut sorgt. So schützt sich unsere Haut vor intensiver UV-Strahlung. Wird die Haut über viele Jahre hinweg immer wieder der Sonnenstrahlung ausgesetzt, kommt es zu chronischen Lichtschäden. Die Oberhaut verdickt sich und lagert zugleich an einzelnen Stellen mehr Melanin ein. Je nachdem wieviel des Hautfarbstoffes eingelagert ist, entstehen so helle – bis dunkelbraune Pigmentflecke. 

Woher kommen Pigmentflecke?

Es gibt unterschiedliche Ursachen, die zu Pigmentflecken führen können. Neben UV-Strahlung spielt auch die genetische Veranlagung eine Rolle. Hormonelle Veränderungen können die Entstehung von Pigmentflecken ebenfalls begünstigen und oft treten Hyperpigmentierungen auch als Folge nach Verletzungen oder Entzündungen der Haut auf – vermehrt bei dunklem Hauttyp.

Auch das weibliche Hormon Östrogen kann dazu führen, dass Hyperpigmentierungen auftreten. Während und nach der der Schwangerschaft oder durch die Anti-Baby-Pille bemerken Frauen zum Beispiel häufig Melasmen (dunkel verfärbte Hautflecke). Des Weiteren ist vor allem vermehrte Sonnenexposition und ein höheres Lebensalter einer der stärksten Auslöser.

Melasma nach Schwangerschaft

Was kann man dagegen tun?

Vorsorge

Dazu zählt vor allem strikter Sonnenschutz. Auch ist bei vermehrter Pigmentierung bei Einnahme der Anti-Baby-Pille eine hormonelle Form der Verhütung zu überdenken.

Bleichsalben

Sie enthalten vor allem leicht schälende pflanzliche Säuren, bleichendes Hydrochinon oder Wirkstoffe, die die vermehrte Ausbildung von Melanin hemmen. Die Salben sind in unterschiedlichsten Zusammensetzungen erhältlich, die im Hautzentrum Wien angebotene Empfehlung Aufhellende Pflege Creme 

Entfernung durch den Arzt 

Kältetherapie mit flüssigem Stickstoff hilft durch leichte Schälung bei oberflächlichen, eher helleren einzelnen Pigmentflecken. 

Kosten: Die durchschnittlich 2 bis 4 Behandlungen werden von den Kassen übernommen

Peelings mit Fruchtsäuren oder Trichloressigsäure durch Kosmetikerin und Arzt lösen eine starke Schälung aus und werden bei flächigen und vielen Pigmenten eingesetzt. Durchschnittlich sind 1 bis 3 Behandlungen erforderlich. Für 1 bis 2 Tage kann es zu Rötungen und Schuppungen kommen. 

Kosten im Hautzentrum Wien (pro Behandlung): € 100 -150

Lasertherapie ist bei tieferen Pigmenteinlagerungen wie dem Melasma, allein oder in Kombination mit Säuren, die stärkste und effizienteste Behandlung.

Der Laserstrahl dringt in die oberen Hautschichten ein und zersetzt dort die unerwünschten Pigmentablagerungen. Die gesellschaftliche Ausfallszeit ist 2 bis 6 Tage. Meist ist nur eine Sitzung nötig für ein gutes Ergebnis. 

Kosten im Hautzentrum Wien (pro Behandlung): Einzelne Areale € 300; Gesicht komplett € 450 Euro

Heimtherapie

Zitronensaft oder Apfelessig, direkt auf das Pigment aufgetragen, sind jedenfalls eine einfache und gute Vorsorge und Unterstützung bei Pigmenten aller Art. 

Kommen sie nach der Entfernung wieder?

Leider ja – aber sehr oft nur vereinzelt. Die regelmäßige Verwendung von Bleichsalben und Sonnenschutz helfen. Dennoch müssen diese Behandlungen meist alle 3 bis 4 Jahre wiederholt werden.